URDAIBAI. BIOSPHÄRENRESERVAT

URDAIBAI

Das Biosphärenreservat von Urdaibai erstreckt sich auf 230 km², also 10% der Fläche von Biskaya. Es umfasst das Ästuar Urdaibai an der Mündung des Oka, der durch Städtchen wie Gernika fließt. Es ist der Mühe wert, sich von oben ein Bild von der Ausdehnung von Urdaibai zu machen, z.B. von dem Aussichtspunkt des 1.036 Meter hohen Berges Oiz, von dem aus man das Reservat in seiner ganzen Schönheit und Größe überblickt. Oder von San Miguel de Ereñozar oder San Pedro de Atxarre. Von beiden Orten wird behauptet, sie böten das beste Panorama über Urdaibai. Fantasy-Liebhaber können sich auch unterhalb des Astogana-Gipfels am Abhang des Oiz auf den Balcón de Vizcaya (Mendata) wagen., Eine Marienfigur schützt die Wagemutigen, denn es heißt, dass sich hier die Hexen zum Sabbat trafen. Auf jeden Fall haben die Hexen guten Geschmack bewiesen, als sie sich diese Stelle mit ihrem einzigartigen Ausblick aussuchten.

URDAIBAI. BIOSPHÄRENRESERVAT

Aber lassen wir die Legenden beiseite: Urdaibai besitzt einen ökologischen Wert, der es zu etwas ganz Besonderem macht. Es ist das bedeutendste Feuchtgebiet des Baskenlandes und wird auch Ästuar von Mundaka oder von Gernika genannt. Für Vogelliebhaber ist es ein wahrer Schatz. Seit 1994 ist es „Besonderes Vogelschutzgebiet“. Über 200 Spezies machen während der Vogelzüge hier Rast. So kann man so seltene Arten wie die Ringelgans, den Singschwan, die Eisente oder die Eiderente beobachten, wenn sie hier auf ihrem Weg in andere Gefilde der Iberischen Halbinsel rasten. Auf der Insel Izaro, der größten Insel der baskischen Küste, nistet eine immense Seevogelkolonie. Der freie Zugang zu der Insel ist verboten, aber es werden Bootsfahrten angeboten, um sie kennenzulernen oder Meeressäugetiere zu beobachten, eine der beeindruckendsten Aktivitäten in dieser Gegend.

URDAIBAI

Urdaibai umfasst außerdem zwölf Strände sehr unterschiedlicher Art, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist: große Sandstrände wie Laida oder Laga, kleine Buchten an der Steilküste wie Antzoras oder Lapatza. Der Strand von Mundaka ist wohl der international bekannteste, denn angezogen von der berühmten links brechenden Welle versammeln sich hier Surfer und Surferinnen aus aller Welt und verleihen dem Strand eine sehr lebendige Atmosphäre. In der Nähe von Urdaibai liegen auch San Juan de Gaztelugatxe und das Städtchen Gernika, in dem man den symbolträchtigen Baum und die Casa de Juntas besichtigen kann. Ein sehr empfehlenswertes Ausflugsziel ist auch das geschützte Biotop Gaztelugatxe, das von Bakio im Westen bis zum Kap Matxitxako reicht und in dem man die vielen Spezies bewundern kann, die hier ihr Habitat haben, wie zum Beispiel die Sturmschwalbe, der kleinste Seevogel Europas.

VÖGEL

Mitten in dem Biosphärenreservat von Urdaibai widmet sich das Urdaibai Bird Center der Erforschung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse über Vögel, den Vogelzug und ihre Lebensräume. Von den Vogelwarten im Marschland des Reservats können die Besucher die Projekte, an denen die Forscher arbeiten, direkt beobachten. Geleitet wird das Zentrum von der Gesellschaft für Wissenschaft Aranzadi und seine Anlagen umfassen Räume mit Audio-Video-Modulen (die Info-Aula zur Meteorologie von Euskalmet und das wissenschaftliche Modul), drei Aussichtspunkte, einen Konferenzsaal sowie den Empfangsbereich, in dem die Besucher auf einer großen Landkarte feststellen können, dass Urdaibai auf der Ostatlantik-Route der Zugvögel liegt.

MUNDAKA

Wollen Sie einen Rat? Besuchen Sie die Höhle von Santimamiñe, die bedeutendste prähistorische Fundstätte Biskayas, die Ausgrabungsstätten der römischen Siedlung Forua und natürlich den Wald von Oma, das Werk des baskischen Malers und Bildhauers Agustín Ibarrola, in dem die bemalten Kiefern je nach Blickwinkel des Besuchers immer andere Formen darstellen. Und auch hier wird Sie wieder das Gefühl beschleichen, in einem Zaubermärchen gefangen zu sein.